Nachhaltig Bauen

  • "Nachhaltiges Bauen zielt darauf ab, ökologisch verträgliche und ressourceneffiziente Lösungen wirtschaftlich und mit möglichst viel Lebensqualität für die Nutzenden umzusetzen. Für Neubauten und Sanierungen bedeutet dies eine aufeinander abgestimmte Optimierung in den Bereichen Energie, Baustoffe, Nutzerfreundlichkeit, Erscheinungsbild und Lebenszykluskosten."
    Zitat des Hochbaudepartements der Stadt Zürich.

    Der ganzheitliche Ansatz des nachhaltigen Bauens teilt sich in 3 Hauptbereiche, die sich wiederum aus vielen Teilbereichen zusammensetzen.
    • Wirtschaft/Ökonomie
    • Gesellschaft/Soziales
    • Umwelt/Ökologie

    Die Betrachtung erfolgt jeweils über die gesamte Lebensdauer eines Gebäudes von der Herstellung über den Betrieb, die Instandhaltung und den Rückbau bis zur Entsorgung, bzw. der Wiederverwendung.

    Die Idee, dass Bauen wirtschaftlich und gesellschaftlich sinnvoll sein soll, ist wohl so alt wie das Bauen selbst. Der Gedanke des Umweltschutzes kam in den letzten Jahrzehnten dazu. Neu ist eine umfassende systematische Bewertung in genormten Verfahren, die ein Vergleich und eine Zertifizierung einzelner Gebäude zulassen.

    Hierzulande gibt es mittlerweile eine Zertifizierung nach DNGB und BNB. Zudem haben sich die internationalen Label LEED und BREEAM durchgesetzt.
  • Ein Teilaspekt des nachhaltigen Bauens im Bereich Umwelt/Ökologie ist die Energiebilanz eines Gebäudes. Diese setzt sich aus dem Energieverbrauch für den Betrieb des Gebäudes und der sogenannten "grauen" Energie für Herstellung, Instandhaltung, Rückbau und Entsorgung, sowie einer eventuellen Energieerzeugung zusammen.

    Lange Zeit wurde nur ein Teilbereich des Energieverbrauchs für den Betrieb und zwar der für Heizung und Warmwasserbereitung für wichtig gehalten. Für Nichtwohngebäude wird seit einigen Jahren auch der Energiebedarf für Kühlung, Lüftung, Klimatisierung und Beleuchtung bewertet. Im Passivhausnachweis wird auch bei Wohngebäuden der Energiebedarf für den gesamten Betrieb einschließlich Haushaltsstrom ermittelt und begrenzt. Die graue Energie wurde bisher nicht berücksichtigt.

    Durch Einsparungen im Bereich der Betriebsenergie steigt der prozentuale Anteil der grauen Energie entsprechend an. Je nach Dämmstandard und Bauweise kann der Anteil der grauen Energie zwischen 20% und 50% betragen. Wer energieeffizient bauen möchte, muss Baustoffe und Bauweise entsprechend auswählen.

    Auszug aus einem Vortrag
    Einen Vergleich verschiedener Baumaterialien und Bauweisen wurde auf der 4. Norddeutschen Passivhauskonferenz vorgestellt. Darin beziehe ich mich auf Baustoffdaten, die vom Österreichisches Institut für Bauen und Ökologie (IBO) bereitgestellt werden. Die PowerPointPräsentation des Vortrags steht als PdF-Datei zum download bereit.

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  • Stroh ist als Nebenprodukt in der Landwirtschaft regional ausreichend verfügbar für jährlich 350.000 Einfamilienhäuser in Deutschland.

    Die minimale Herstellungsenergie für Strohballen führt zu einer hohen Energieeinsparung gegenüber Wärmedämmung aus Glasfaser, Polystyrol, usw. Stroh ist CO2 neutral und belastet die Umwelt nicht. Damit ist der Strohballen ein sehr nachhaltiger Baustoff.

    In Deutschland sind ca. 300 Strohballenhäuser gebaut worden. Weltweit gibt es über 10.000 Gebäude in Strohballenbauweise.

    Mit der Herstellungsenergie für ein herkömmliches Gebäude, kann ein Strohballenhaus einige Jahrzehnte geheizt werden.

    Ausführliche Informationen zum Hausbau mit Strohballen gibt es auf der Internetseite des Fachverband Strohballenbau Deutschland e.V..

    Auszug aus einem Vortrag
    Die Strohballenbauweise wurde auf der 4. Norddeutschen Passivhauskonferenz vorgestellt. Die PowerPointPräsentation des Vortrags steht als PdF-Datei zum download bereit.

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Ein Passivhaus aus Holz und Stroh

Passivhaus aus Holz und Strohballen
Ein Beispiel für nachhaltiges Bauen:
umweltfreundlich, wirtschaftlich und komfortabel.

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Jede Energieeinsparung ist ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz.