Bauweise

Bei der Planung eines Passivhauses sind einige wenige Regeln zu beachten.
Das Baugrundstück sollte eine Südorientierung des Gebäudes ermöglichen. Damit die Sonnenstrahlen das Gebäude auch im Winter erreichen, sollte auf Verschattung durch Nachbargebäude und Bepflanzung geachtet werden.

Die Gebäudeform sollte einfach und kompakt sein, um viel Wohnfläche bei wenig Außenfläche zu erreichen. Wohn- und Aufenthaltsräume, die große Fensterflächen für die Belichtung benötigen sollten nach Süden ausgerichtet sein, damit im Winter die Sonnenwärme in das Gebäude gelangen kann. Fenster zu anderen Himmelsrichtungen sollten klein gehalten werden, da hier die Wärmeverluste durch Fenster größer sind als die möglichen solaren Gewinne.

Die Gebäudehülle (Wände, Dach, Fenster, usw.) sollte möglichst wenig Wärme entweichen lassen. Das bedeutet, Wärmedämmung der Außenbauteile von 30-40 cm Stärke, Vermeiden von Wärmebrücken und Fugen durch die Wärmeverluste entstehen könnten und Einbau von Fenstern mit sehr guten Wärmedämmwerten. Außerdem eine kontrollierte Lüftung mit einer Wärmerückgewinnung von 80-90%, um die Wärme nicht aus dem Fenster zu lüften.


Ein Passivhaus, das nicht aus nachwachsenden Baustoffen hergestellt ist, ist ein Widerspruch in sich. Denn auch die Energie zur Herstellung (graue Energie) und die Möglichkeit einer problemlosen Entsorgung nach Ablauf der Nutzung sind für die Gesamtbilanz eines Gebäudes wichtig.

Holzrahmenbau mit Stegträger

Eine Weiterentwicklung des Holzrahmenbaus, ist die Verwendung von zusammengesetzten Holzträgern anstelle von Vollhölzern (Hersteller: z.B. FINNJOIST, STEICO ). Es können bis zu 40 cm Wärmedämmstoff in einem Arbeitsgang eingebracht werden. Es können Dämmstoffe verwendet werden, die nicht formstabil sind, z.B.: Zelluloseflocken. Wärmebrücken werden reduziert. Die Bauteile sind maßhaltig, weil sie aus verleimten Restholzstücken bestehen. Wand- Dach- und Deckenelemente können vorgefertigt werden. Die Fassade kann verputzt oder mit Verblendmauerwerk, Holz, usw. verkleidet werden. Sind Planer und Zimmerei mit dem System vertraut, ist es kostengünstig.
Diese Bauweise ist mit wenigen Ausnahmen für alle bisher von uns geplanten Passiv-, Nullenergie- und Energieplushäuser verwendet worden.

Wandaufbau von innen nach außen :
- Gipsfaserplatte 1,0 cm
- Holzwerkstoffplatte (OSB) 1,5 cm
- Dämmstoff/Holzständer 30,0 cm
- Holzfaserplatte (DWD) 1,6 cm
- Holzverkleidung auf Lattung 5,0 cm


Auszug aus einem Vortrag

Das Passivhaus in Holzrahmenbauweise habe ich auf der 4. Norddeutschen Passivhauskonferenz vorgestellt. Hier geht es zum entsprechenden Auszug aus diesem Vortrag