Graue Energie

Ein Teilaspekt des nachhaltigen Bauens im Bereich Umwelt/Ökologie ist die Energiebilanz eines Gebäudes. Diese setzt sich aus dem Energieverbrauch für den Betrieb des Gebäudes und der sogenannten "grauen" Energie für Herstellung, Instandhaltung, Rückbau und Entsorgung, sowie einer eventuellen Energieerzeugung zusammen.

Lange Zeit wurde nur ein Teilbereich des Energieverbrauchs für den Betrieb und zwar der für Heizung und Warmwasserbereitung für wichtig gehalten. Für Nichtwohngebäude wird seit einigen Jahren auch der Energiebedarf für Kühlung, Lüftung, Klimatisierung und Beleuchtung bewertet. Im Passivhausnachweis wird auch bei Wohngebäuden der Energiebedarf für den gesamten Betrieb einschließlich Haushaltsstrom ermittelt und begrenzt. Die graue Energie wurde bisher nicht berücksichtigt.

Durch Einsparungen im Bereich der Betriebsenergie steigt der prozentuale Anteil der grauen Energie entsprechend an. Je nach Dämmstandard und Bauweise kann der Anteil der grauen Energie zwischen 20% und 50% betragen. Wer energieeffizient bauen möchte, muss Baustoffe und Bauweise entsprechend auswählen.



Auszug aus einem Vortrag

Einen Vergleich verschiedener Baumaterialien und Bauweisen habe ich auf der 4. Norddeutschen Passivhauskonferenz vorgestellt. Hier geht es zum entsprechenden Auszug aus diesem Vortrag
Darin beziehe ich mich übrigens auf Baustoffdaten, die vom IBO - Österreichisches Institut für Bauen und Ökologie bereitgestellt werden.